Jacques Cherblanc, Emmanuelle Zech, Susan Cadell et al. 

Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, wie sich die Anpassungsprozesse auf bekannte Risikofaktoren der anhaltenden Trauerstörung auswirken.

Die Daten wurden von März bis April 2021 mittels einer Online-Umfrage unter 542 kanadischen Erwachsenen erhoben. Die befragten Personen haben einen Trauerfall erlitten, der nicht länger als März 2020 zurückliegt. Der Einfluss der Aspekte Zufriedenheit mit Bestattungsritualen, erhaltener Trauerunterstützung und Bewältigungsstrategien auf die Anpassung an die neue Lebenssituation wurde mithilfe der Strukturgleichungsmodellierung getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Anpassungsprozesse eine bedeutende Rolle im Trauerprozess spielen und dass sie bessere Prädiktoren sind als Risikofaktoren al-lein. Da sie als Determinanten von Trauerreaktionen besser zugänglich sind, sollten sie in einem Längsschnittdesign weiter untersucht werden.

Cherblanc, J.; Zech, E.; Cadell, S.; Côté I.; Boever, C.; Fernández-Alcántara, M.; Bergeron-Leclerc, C.; Maltais, D.; Gauthier, G.; Verdon, C.; Grenier, J.; Simard, C. (2025). Are Mediators of Grief Reactions Better Predictors Than Risk Factors? A Study Testing the Role of Satisfaction With Rituals, Perceived Social Support, and Coping Strategies. Illness, Crises and Loss, Vol. 33, Nr. 1, S. 22-43. doi: 10.1177/10541373231191316

Bei Interesse am gesamten Artikel wenden Sie sich an Hildegard Willmann (h.willmann@trauerforschung.de) und nennen Sie Autor*innen, Jahr und den englischsprachigen Titel der Veröffentlichung.