Robyn McRitchie, Karen McKenzie, Ethel Quayle, Margaret Harlin, Katja Neumann

In dieser qualitativen Studie wurden 13 Erwachsene mit einer geistigen Behinderung befragt. Sie gaben Auskunft darüber, wie sie den Verlust einer wichtigen Bezugsperson erlebten und mit ihrer Trauer umgingen. Dabei zeigte sich, dass ihre Erfahrungen dem Konzept der sozial nicht anerkannten Trauer zugeordnet werden können.

Damit ist gemeint, dass ihr Trauerprozess davon geprägt war, inwieweit ihnen die Fähigkeit zugestanden bzw. nicht zugestanden wurde, den Verlust zu verstehen und trauern zu können. Dies ließ sich in mehreren Bereichen beobachten: den persönlichen Trauerreaktionen, der Interaktion mit dem Umfeld, den Grundannahmen über Leben und Tod, am Grad der Teilhabe und auch im Hinblick auf die Fortführung der Verbindung zum Verstorbenen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Befragten Verlust und Trauer ähnlich erleben wie die Allgemeinbevölkerung. Es ist daher wichtig, Menschen mit einer geistigen Behinderung im Verlustfalle in alle Angelegenheiten mit einzubeziehen. Durch eine offene Kommunikation können sie eigenständige Entscheidungen treffen und fühlen sich nicht ausgeschlossen.

McRitchie, Robyn; McKenzie, Karen; Quayle, Ethel; Harlin, Margaret; Neumann, Katja (2014): “How Adults with an Intellectual Disability Experience Bereavement and Grief: A Qualitative Exploration”, in: Death Studies, Vol. 38, Nr. 3, S. 179-185.

Bei Interesse am gesamten englischsprachigen Artikel wenden Sie sich bitte an
h.willmann@trauerforschung.de

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