Bewältigung

Im Folgenden erhalten Sie in der Regel kurze Abstracts der Newsletterartikel aus dem Bereich "Bewältigung". Sollten Sie Interesse an bestimmten Artikeln oder Themen haben, wenden Sie sich bitte an unser Team.

Anthony D. Mancini, Don Robinaugh, Katherine Shear, George A. Bonanno

Die derzeitigen Forschungsergebnisse zum Einfluss eines vermeidenden Bindungsverhaltens auf die Anpassung an einen Verlust sind widersprüchlich. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, diesen Widerspruch aufzulösen, indem sie die Beziehungsqualität als moderierende Variable untersuchte.

Lonneke I. M. Lenferink, Jos de Keijser, Eline Piersma, Paul A. Boelen

In dieser Studie wurden Interviews mit 23 Personen durchgeführt, die sich nicht in klinischer Behandlung befanden. Ihre Angehörigen gelten aber seit langem als vermisst. Rückblickend wurde untersucht, wie die Studienteilnehmer ihr Leben bewältigen konnten.

Pippa Blackburn, Caroline Bulsara

Im Falle eines Verlustes sind Betroffene häufig mit Herausforderungen im Lebensalltag konfrontiert, die sie zusätzlich zum Verlust bewältigen müssen. Dieser Artikel untersucht die Erfahrungen von Betroffenen im Umgang mit den praktischen Angelegenheiten.

Emma L. Logan, Jennifer A. Thornton, Robert T. Kane, Lauren J. Breen

Soziale Unterstützung ist ein wichtiger Faktor bei der Verlustbewältigung. Allerdings wissen wir wenig darüber, in welchen Fällen und in welchem Maße das soziale Umfeld den Verlust bzw. die Trauerreaktionen eines Betroffenen anerkennt und wann es bereit ist, jemanden zu unterstützen.

Ruth McManus, Tony Walter, Leon Claridge

Es gibt Katastrophen, die Menschenleben kosten, doch die materielle Infrastruktur weitgehend intakt lassen. Andere Katastrophen führen zu erheblichen materiellen Schäden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob im ersten Fall die Gemeinschaft das Geschehen verlustorientiert verarbeitet, während sie im zweiten Fall wiederherstellungsorientiert reagiert, d.h. den Wiederaufbau in den Mittelpunkt stellt.

Els J. van Wijngaarden, Carlo J. W. Leget, Anne Goossensen

Hintergrund: Dies ist der erste qualitative Forschungsbericht über ein älteres Ehepaar, das gemeinsam selbstbestimmt sterben wollte. Gemeinsames selbstbestimmtes Sterben ist ein bislang nicht beachtetes Phänomen. Analysiert wurden die Erfahrungen eines niederländischen Ehepaares, welches den starken Wunsch hatte – und sich auch dafür entschied – zusammen zu einem von ihnen selbstbestimmten Zeitpunkt zu sterben. Und dies, ohne dass eine lebensbedrohliche oder depressive Erkrankung vorlag. Beschrieben werden ihr subjektives Erleben und ihre Gedanken, die ihrem selbstgewählten Tod vorausgingen.

Lauren Patrick DiMaio, Alexa Economos

Diese Studie beschreibt, wie trauernde Erwachsene in Zeiten des Verlustes mit Musik umgehen. Zu diesem Zweck wurden quantitative und qualitative Daten von 141 Personen ausgewertet.

Birgit Wagner

Jährlich sterben ca. 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Viele der verstorbenen Kinder hinterlassen ein oder mehrere Geschwister, welche direkt von dem Verlust betroffen sind. Geschwister, die einen Bruder oder eine Schwester verloren haben, werden häufig als die „vergessenen Trauernden“ bezeichnet.

Paul Boelen

Verlusterlebnisse können Menschen belasten. Wie stark sie sich belastet fühlen, hängt unter anderem mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen damit, wie intensiv sie sich mit dem Verlust beschäftigen. Zum anderen, wie sehr ihr Selbstverständnis durch den Verlust erschüttert wurde. So viel weiß man bisher.

Margaret Stroebe, Henk Schut

Das Duale Prozessmodell (DPM) dient als Rahmen, um die Reaktionen nach dem Tod eines geliebten Menschen besser verstehen zu können. Seit seiner Veröffentlichung wurden das Modell und seine Parameter immer weiterentwickelt und präzisiert.

Pål Kristensen, Kari Dyregrov, Atle Dyregrov, Trond Heir

Hintergrund: Nach terroristischen Attentaten kann die Berichterstattung in den Medien zu einer zusätzlichen Belastung für trauernde Familien werden. In dieser Studie war es unser Ziel, das Ausmaß an Komplizierter Trauer bei Eltern und Geschwistern zu untersuchen, die bei einem terroristischen Anschlag eine Person verloren haben. Weiterhin fragten wir uns, ob es einen Zusammenhang zwischen der Medienpräsenz und der Ausprägung von Komplizierter Trauer gibt.

Sumati Gupta, George A Bonanno

Es gibt vermehrt wissenschaftliche Belege dafür, dass Probleme bei der Regulierung von Emotionen zentral für die Anpassungsschwierigkeiten nach einem Verlust sind. Flexible Ausdrucksfähigkeit, d.h. die Fähigkeit je nach Situation Gefühle zu zeigen oder zu unterdrücken, scheint für die Anpassungsprozesse nach einem kritischen Lebensereignis von besonderer Bedeutung zu sein (Bonanno, Papa, Lalande, Westphal, & Coifman, 2004).

Maarten C. Eisma, Henk A. W. Schut, Margaret S. Stroebe, Jan van den Bout, Wolfgang Stroebe, Paul A. Boelen

Grübeln ist ein Risikofaktor für die Bewältigung eines Verlustes. Es steht nicht nur im Zusammenhang mit psychischen Störungen infolge eines Verlustes, es kann diese auch vorhersagen. Welche Funktion das Grübeln bei Trauernden hat, ist jedoch noch unklar. In der Vergangenheit nahmen Forscher meist an, dass Grübeln eine Form von Konfrontation mit dem Verlust ist, die sich ungünstig auswirkt. Andere hingegen waren der Ansicht, dass das Grübeln dazu dient, schmerzhafte Aspekte des Verlustes zu vermeiden und auf diese Weise würde es auch zur Entstehung von Komplizierter Trauer beitragen.

Carol L. Jenkins, Amanda Edmundson, Paige Averett, Intae Yoon

Es gibt kaum Untersuchungen, die sich mit der Trauer älterer lesbischer Frauen befassen. Diese Studie versucht die Wissenslücke zu schließen und betrachtet die Situation von älteren Lesben nach dem Tod ihrer Partnerin. Wir untersuchten, welche Themen die Frauen in ihrer Verlustsituation beschäftigten. Wir befragten dafür 55 ältere homosexuelle Frauen.

Tanya L. Sharpe, Philip Osteen, Jodi Jacobson Frey, Lynn Murphy Michalopoulos

Bisher ist wenig darüber bekannt, wie Afroamerikaner den gewaltsamen Tod eines Angehörigen verarbeiten. Für diese retrospektive Studie wurden 44 afroamerikanische Personen befragt, deren Angehöriger Opfer eines Mordes wurde. Ziel war es zu erkunden, wie sich die Kategorien Geschlecht, vergangene Zeit seit dem Todesfall, Miterleben des Mordes und die eingesetzten Bewältigungsstrategien auf das gegenwärtige Verlusterleben auswirken.

Brian de Vries, Rebecca Utz, Michael Caserta, Dale Lund

Ziele: Diese Studie untersuchte, was Freunde und Familienangehörige zum sozialen und emotionalen Wohlbefinden von Frauen und Männern beitragen können, die seit zwei bis sechs Monaten verwitwet sind bzw. Ihren Lebenspartner verloren haben.

Donald J. Robinaugh, Nicole J. LeBlanc, Heidi A. Vuletich, Richard J. McNally

Komplizierte Trauer (KT) ist ein spezifisches Syndrom, welches durch einen bedeutsamen Verlust ausgelöst wird und durch dauerhaft anhaltenden und beeinträchtigenden Kummer gekennzeichnet ist. Die Erforschung dieses Syndroms orientiert sich überwiegend an traditionellen Modellen der latenten Variablen. Diese gehen davon aus, dass Symptome ein zugrunde liegendes hypothetisches Konstrukt widerspiegeln.

Deborah Carr, Kathrin Boerner

Helena Lopata schrieb in “Widowhood in an American City“ (1973), dass Witwen neue Liebesbeziehungen als problematisch erleben, weil die eigenen Kinder einer neuen Partnerschaft häufig ablehnend gegenüberstehen. Seit der Veröffentlichung von Lopatas Klassiker haben jedoch nur wenige Studien untersucht, wie sich neue Liebesbeziehungen von Witwen und Witwern auf das Verhältnis zu den eigenen Kindern auswirken.

Karolijne van der Houwen, Margaret Stroebe, Henk Schut, Wolfgang Stroebe, Jan van den Bout
 
Bislang hat sich die Forschung wenig mit den Bewältigungsstrategien befasst, die zwischen Risikofaktoren und Verlustverarbeitung vermitteln. Die Kenntnis dieser Prozesse ist jedoch insofern wichtig, da sie hilft zu erklären, warum einige Trauernde eher Gefahr laufen eine komplizierte Trauer zu entwickeln als andere. Des Weiteren hilft sie dabei, Interventionen gezielt zu entwickeln.

Margaret Stroebe, Catrin Finkenauer, Leoniek Wijngaards-De Meij, Henk Schut, Jan van den Bout, Wolfgang Stroebe

Die Trauerforschung hat bisher den Schwerpunkt auf die individuelle Verarbeitung eines Verlustes gelegt und die Erforschung wechselseitig voneinander abhängiger Prozesse vernachlässigt. Trauer findet jedoch in einem sozialen Kontext statt und es kann davon ausgegangen werden, dass Lebenspartner den Trauerprozess des jeweils anderen beeinflussen. Wir untersuchten die Auswirkung eines dynamischen, zwischenmenschlichen Phänomens, der Partnerorientierten Selbstregulierung (POSR).

Dr. Elaine Kasket

Nachdem Facebook nun bereits längere Zeit besteht und sich wachsender Popularität erfreut, mischen sich unter die Nutzerprofile lebender Personen mittlerweile viele zu virtuellen Grabzeichen gewordene Profile verstorbener Personen. Die Nutzung von Facebook ist für viele Menschen zu einem integralen Bestandteil ihres Alltags geworden. Daher ist es wenig überraschend, dass sie die Profile Verstorbener weiterhin aufrufen und mit diesen interagieren. Bislang wurde dieses Phänomen jedoch kaum untersucht. Unser Forschungsvorhaben unterzog 943 Einträge auf fünf ‘In-Gedenken-an’-Facebook-Gruppen einer qualitativen Textanalyse. Zudem wurden drei Interviews mit trauernden Facebook-Nutzern mit Hilfe einer phänomenologischen Analyse interpretiert.

Dr. Pamela Roberts

Gedenkseiten für Verstorbene im Internet werden immer zahlreicher und vielfältiger. Bei jeder dieser Internet-Portale zeigen sich spezifische Vor- und Nachteile. Dieser Beitrag untersucht, wie die Formate von drei häufig besuchten Internet-Portalen (virtueller Friedhof, Webring und soziale Netzwerke) das Gedenken im Internet beeinflussen. Dabei geht es sowohl darum, wie es die Gestalter der Seiten als auch die Besucher der Seiten beeinflusst.

Dr. Paul A. Boelen, Dr. Jan van den Bout, Dr. Marcel A. van den Hout

Diese Studie erforschte bei Hinterbliebenen, welchen Einfluss negative Einschätzungen der eigenen Trauerreaktionen auf emotionale Probleme haben. Hierfür wurden 234 Menschen befragt, welche vom Tod eines nahen Verwandten betroffen waren.

Es zeigte sich, dass negative Einschätzungen der eigenen Trauerreaktionen eng verbunden waren mit dem Ausmaß, in dem diese Reaktionen als belastend erlebt wurden sowie dem Ausmaß, in dem Trauernde versuchten, die Reaktionen zu vermeiden. Weiterhin waren die negativen Einschätzungen auch stark verbunden mit der Schwere der Symptome beim Vorliegen von traumatischer Trauer und Depression.

Dr. Leoniek Wijngaards-de Meij, Margaret Stroebe, Wolfgang Stroebe, Henk Schut, Jan van den Bout, Peter G. M. van der Heijden, Iris Dijkstra

Im Rahmen einer Längsschnittstudie mit verwaisten Eltern wurde der Zusammenhang zwischen bestimmten äußeren Umständen rund um den Tod eines Kindes und der psychologischen Verarbeitung der Eltern untersucht. 219 Paare nahmen an der Untersuchung teil, sie wurden sechs, 13 und 20 Monate nach dem Verlust des Kindes befragt.

Dr. Margaret Stroebe, Dr. Henk Schut

Herkömmliche Theorien über effektive Wege zur Bewältigung eines bedeutsamen Verlustes haben Schwachstellen, insbesondere in Bezug auf die so genannte „Hypothese der Trauerarbeit“.

Robert Epstein, Christine Kalus, Dr. Mike Berger

In den vergangenen Jahren haben Fragen zur Art und Weise der fortbestehenden Bindung zwischen Hinterbliebenen und Verstorbenen beträchtliche Aufmerksamkeit erhalten. Frühe Theoretiker waren der Ansicht, dass die langfristige Aufrechterhaltung einer solchen Bindung kennzeichnend ist für die Unfähigkeit, den Verlust zu verarbeiten. Neuere Arbeiten haben die Gültigkeit dieser Ansicht jedoch in Frage gestellt.

Dr. George A. Bonanno

Es gibt viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben mit einem Verlust oder einem potentiell traumatischen Ereignis konfrontiert werden und dennoch weiterhin in der Lage sind, positive Gefühle zu erleben. Sie entwickeln nur geringfügige und vorübergehende Beeinträchtigungen ihrer allgemeinen Funktionsfähigkeit.

Dr. Pauline Boss

Dieser Beitrag enthält einen Überblick über drei Jahrzehnte Forschung, Theorieentwicklung und klinische Anwendung des Konzeptes “Ambiguous loss – uneindeutige Verluste”. Das Konzept „Ambiguous loss“ kann sich sowohl auf körperliche als auch psychologische Formen des Verlustes beziehen*. Im vorliegenden Artikel liegt der Schwerpunkt auf den Folgen des 11. Septembers 2001, als das World Trade Center nach einem Terroranschlag einstürzte.

Dr. Emmanuelle Zech, Dr. Simon Shimson Rubin, Dr. William J. Worden

Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag, den Emmanuelle Zech, Simon Shimson Rubin und William Worden anlässlich der 9th International Conference on Grief and Bereavement in Contemporary Society in Miami, USA, gehalten haben.

Dr. Robert A. Neimeyer, Dr. Diana C. Sands

Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung des Kapitels "Meaning Reconstruction in Bereavement. From Principle to Practice." aus dem Buch "Grief and Bereavement in Contemporary Society. Bridging Research and Practice"

Dr. Margaret Stroebe, Dr. Henk Schut, Dr. Kathrin Boerner

In der wissenschaftlichen Literatur herrscht Unklarheit darüber, ob es für die erfolgreiche Verarbeitung eines Verlustes besser ist, die Verbindung zum Verstorbenen zu lösen oder weiter zu führen.

Dr. Camille Wortman, Dr. Kathrin Boerner

Zusammenfassung der Einleitung1:

Über viele Jahre hinweg haben die Autorinnen wiederholt allgemein verankerte Annahmen über Trauer systematisch untersucht. Hierfür analysierten sie die wichtigsten Theorien über Trauer, untersuchten Fachbücher, Zeitschriftenartikel, Ratgeber und autobiografische Bücher über Trauer.

Buchtipp:



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