Lonneke I. M. Lenferink, Jos de Keijser, Eline Piersma, Paul A. Boelen

In dieser Studie wurden Interviews mit 23 Personen durchgeführt, die sich nicht in klinischer Behandlung befanden. Ihre Angehörigen gelten aber seit langem als vermisst. Rückblickend wurde untersucht, wie die Studienteilnehmer ihr Leben bewältigen konnten.

Sie wurden gebeten, eine Zeichnung anzufertigen, die ihren Anpassungsprozess am besten abbildete. Am häufigsten wurde ein Muster gezeichnet, das als resilient, stabil, auf Erholung hindeutend bezeichnet werden kann. Weiterhin wurde den Teilnehmern ein Set bestehend aus 15 Karten vorgelegt. Jede Karte stellte eine Bewältigungsstrategie dar. Die Teilnehmer wurden gebeten, die fünf Karten auszuwählen, deren Bewältigungsstrategien in ihren Augen am hilfreichsten waren, um mit dem Verschwinden umzugehen. Am häufigsten wurden die Strategien Akzeptanz, emotionale Unterstützung vom sozialen Umfeld, Ausblendung des Themas und das Ausdrücken von Gefühlen gewählt. Damit liefert die Studie Hinweise darauf, welche Bewältigungsstrategien im Rahmen von Interventionen verstärkt Beachtung finden könnten.

Lenferink, Lonneke I. M; de Keijser, Jos; Piersma, Eline; Boelen, Paul A. (2018): “I’ve changed, but I’m not less happy: Interview study among nonclinical relatives of longterm missing persons”, in: Death Studies, Vol. 42, Nr. 6, S. 346-355, DOI: 10.1080/07481187.2017.1347213.

Bei Interesse finden Sie den gesamten englischsprachigen Artikel hier als PDF-Download oder wenden Sie sich an h.willmann@trauerforschung.de.

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