Auswirkungen

Im Folgenden erhalten Sie in der Regel kurze Abstracts der Newsletterartikel aus dem Bereich "Auswirkungen". Sollten Sie Interesse an bestimmten Artikeln oder Themen haben, wenden Sie sich bitte an unser Team.

Irene Searles McClatchey

Wir wissen wenig über die Erfahrungen verwitweter Männer mit minderjährigen Kindern. Somit ist weitestgehend unklar, wie psychosoziale Fachkräfte diese Personengruppe unterstützen können.

Jie Li, Jorge N. Tendeiro, Margaret Stroebe

Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Schuldgefühle und seelisches Wohlbefinden bei Hinterbliebenen miteinander zusammenhängen. Dabei geht es insbesondere um die möglichen Unterschiede zwischen der Verbindung von Schuld und Komplizierter Trauer beziehungsweise von Schuld und Depression.

Katherine J. Gold, Ananda Sen, Irving Leon

Nach einer Totgeburt oder nach einem plötzlichen Kindstod kämpfen Eltern häufig mit der Frage, wer am Geschehenen schuld ist. Dies kann im Rahmen der Bewältigung hilfreich sein. Es kann aber auch negative Auswirkungen haben und zu chronischen und dysfunktionalen Zuständen führen.

Maarten C. Eisma

Die anhaltende Trauerstörung (Prolonged grief disorder, PGD) ist gekennzeichnet durch schwerwiegende, langanhaltende und beeinträchtigende Verlustreaktionen. Es wird diskutiert, sie als Krankheitsbild in die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (International Statistical Classification of Diseases; ICD-11) aufzunehmen.

Christy A. Denckla, Anthony D. Mancini, Robert F. Bornstein, George A. Bonanno

Ein hohes Maß an interpersonaler Abhängigkeit wird üblicherweise als Risikofaktor für die Entwicklung einer anhaltenden Trauerstörung bei verwitweten Menschen angesehen. Neue empirische Daten und theoretische Weiterentwicklungen legen jedoch nahe, dass eine Form der interpersonalen Abhängigkeit - die adaptive Abhängigkeit – im Rahmen einer Verlustverarbeitung als Schutzfaktor wirksam ist.

A. A. A. Manik J. Djelantik

Hintergrund: Wir wissen noch wenig darüber, wie sich die Symptome der anhaltenden Trauerstörung (Prolonged Grief Disorder, PGD) bei Erwachsenen im Laufe der Zeit entwickeln. Aus klinischer Sicht wäre es jedoch hilfreich, die Indikatoren zu kennen, die frühzeitig auf einen problematischen Trauerverlauf hinweisen.

Simon Shimshon Rubin

Robert Kastenbaum ist Mitbegründer der Zeitschrift Omega. Er setzte sich dafür ein, dass den Themen Sterben, Tod und Trauer in den wissenschaftlichen, klinischen und gesellschaftlichen Diskursen wieder mehr Beachtung geschenkt wurde und wird. Dieser Beitrag setzt die von Bob begründete Tradition fort. Er stellt die jüdischen Traditionen vor, die mit einem Verlust einhergehen.

Marsha Carolan, Rebecca J. Wright

Viele Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Bei Frauen steigt die Wahrscheinlichkeit, diese Erfahrung zu machen, ab dem 35. Lebensjahr stark an. Obwohl wir viel über diese Tatsache wissen, haben wir jedoch nur wenige Kenntnisse darüber, wie sich eine Fehlgeburt auf Frauen im höheren Lebensalter auswirkt.

Liesbeth Van Humbeeck, Let Dillen, Ruth Piers, Mieke Grypdonck, Nele Van Den Noortgate

Durch die steigende Lebenserwartung erleiden immer mehr Eltern im hohen Alter den Verlust eines erwachsenen Kindes. Diese Studie erforscht in neun Interviews wie Eltern, die 70 Jahre alt und älter sind, die Trauer um den Verlust ihres erwachsenen Kindes erleben.

Julie Cerel, Myfanwy Maple, Judy van de Venne, Melissa Brown, Melinda Moore, Chris Flaherty

Viele Personen erfahren, dass sich Menschen das Leben nehmen. Dabei zeigen aktuelle Studien, dass die Nähe zum Verstorbenen Einfluss auf die Schwere der verlustbezogenen Reaktionen hat. Wir haben nun untersucht, welche Bedeutung die subjektiv wahrgenommene Betroffenheit durch den Suizid - unabhängig von der persönlichen Nähe zur verstorbenen Person - für die psychische Gesundheit der Person hat.

Iren Johnson, Kari Dyregrov

Freundschaften sind für alle Menschen sehr wichtig. Ganz besonders bedeutsam sind sie jedoch für junge Menschen. Dennoch wurde bislang kaum untersucht, welche Auswirkungen der Tod eines engen Freundes oder einer engen Freundin auf junge Menschen hat.

Margaret Stroebe, Henk Schut

Der Tod eines geliebten Menschen kann Hinterbliebenen buchstäblich das Herz brechen. Tatsächlich können Verluste nicht nur zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, sondern sie erhöhen auch das Risiko, selbst zu sterben.

Marie-Claude Proulx, Anne-Marie Martinez, Franco Carnevale, Alain Legault

Der Tod eines Kindes ist für die Eltern oft eine traumatische Erfahrung. Da die meisten Untersuchungen sich jedoch primär mit den Erfahrungen der Mütter befassen, wissen wir über die Trauer der Väter immer noch zu wenig. Daher bestand das Ziel dieser phänomenologischen Untersuchung darin, mehr über das Erleben der Väter nach dem Tod ihres Kindes zu erfahren.

Tan Lay Ling

Einleitung: Ältere Menschen erleiden häufig bedeutsame Verluste und es ist gut erforscht, dass dies zu Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit und insbesondere ihrer kognitiven Funktionsfähigkeit führen kann. Es gibt zahlreiche Studien über die Trauer von pflegenden Angehörigen von Demenzkranken, doch wie sich Verluste auf ältere, an Demenz erkrankte Menschen auswirkt, ist kaum bekannt.

Maria Kristiansen, Tarek Younis, Amani Hassani, Aziz Sheikh

Dieser Artikel beleuchtet, wie sich islamische Religionszugehörigkeit, Minoritäten und Flüchtlingsstatus auf den Sinnfindungsprozess nach einem bedeutsamen Verlust auswirken. Hierfür haben wir eine phänomenologische Analyse von Aishas Erzählungen durchgeführt.

Adam T. Morris, Crystal Gabert-Quillen, Sarah Friebert, Nancy Carst, Douglas L. Delahanty

Hintergrund: Familien in den USA werden in Pediatric Palliative Care (PPC) Programme überwiesen, sobald bei einem Kind eine lebensverkürzende Erkrankung festgestellt wird. Wenn das Kind dann stirbt, bieten diese PPC Programme in der Regel verschiedene Arten der Trauerbegleitung an, wobei sich diese häufig nur an die Eltern richten.

Atle Dyregrov, Kari Dyregrov

Es ist bekannt, dass Paare weniger zufrieden mit ihrer Beziehung sind, wenn der Eine nach dem Verlust eines Kindes darüber sprechen möchte und der andere Partner dies vermeidet. Diese Studie soll dazu beitragen, das Verständnis der Paardynamik nach dem Tod eines Kindes zu vertiefen.

Eva Bergstraesser, Susanne Inglin, Rainer Hornung, Markus A. Landolt

Dieser Artikel untersucht, wie die Eltern den Verlust ihres unheilbar kranken Kindes verarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei der partnerschaftliche Umgang mit der Trauer. An der Studie nahmen 46 verheiratete Personen, also 23 Elternpaare, teil.

Kari Dyregrov, Atle Dyregrov

Es gibt nur ganz wenige Untersuchungen, in denen es um Kinder und Jugendliche geht, die um ein Geschwisterkind trauern, welches sich selbst getötet hat. Diese Gruppe kann man quasi als „die vergessenen Hinterbliebenen“ bezeichnen. Wir schauen in diesem Beitrag auf ihre psychosoziale Situation und ihren Unterstützungsbedarf. Wir stützen unsere Aussagen auf eine landesweite norwegische Studie.

Nexhmedin Morina, Ulrike von Lersner, Holly G. Prigerson

Hintergrund: Welche psychischen Belastungen oder Störungen entwickeln Menschen langfristig, wenn sie als Kinder oder Jugendliche einen Elternteil im Krieg verloren haben? Darüber wissen wir bislang wenig. Diese Studie hat erhoben, wie häufig psychische Erkrankungen und dysfunktionales Verhalten bei den jungen Erwachsenen aufgetreten sind, deren Vater im Krieg getötet wurde, als sie noch im Kindes- oder im Jugendalter gewesen sind.

Isaac Sasson, Debra J. Umberson

Fragestellung: Ziel der Studie war es, die kurz- und langfristige Entwicklung depressiver Symptome nach dem Verlust des Partners abzubilden und zu untersuchen, ob sich diese Verläufe im Hinblick auf das Geschlecht und die Vorhersehbarkeit des Verlustes unterscheiden.

Kate H. Choi, Sarinnapha Vasunilashorn

Fragestellung: Die Auswirkungen von Partnerverlust auf die Gesundheit des überlebenden Ehepartners wurden bereits umfassend beschrieben. Dennoch gibt es bislang wenig empirische Antworten auf die Frage, inwieweit bestimmte Aspekte der Partnerwahl und die Zufriedenheit mit der Ehe einen Einfluss darauf haben, dass einige Menschen gesundheitlich stärker durch den Verlust beeinträchtigt sind als andere.

Deborah Carr, John Sonnega, Randolph M. Nesse, James S. House

Fragestellung: Unter Fachkräften besteht die Ansicht, dass verwitwete Menschen auf Anlässe, die für sie und ihren verstorbenen Ehepartner von besonderer Bedeutung waren (z.B. Hochzeitstag, Geburtstag des Verstorbenen) mit einer erhöhten psychischen Belastung reagieren. Diese Studie untersucht bei einer Gruppe älterer verwitweter Personen, welche Auswirkungen solche Anlässe auf die Verlustreaktionen, die depressive Symptomatik und das Gefühl der Angst haben.

Deborah Carr, Shane Sharp

Fragestellung: Wir untersuchten, ob der Glaube an ein Leben nach dem Tod (gibt es dieses und wenn ja, wie sieht das aus?) bei älteren Menschen, die vor kurzer Zeit den Partner verloren haben, Einfluss auf die psychische Verfassung hatte. Insbesondere der Einfluss auf Symptome wie Angst, Ärger, depressive Verstimmung, intrusive Gedanken und Sehnsucht wurde betrachtet.

J. Jill Suitor, Megan Gilligan, Kaitlin Johnson, Karl Pillemer

Fragestellung: Wir untersuchten, welche Gruppe an pflegebedürftigen Müttern häufiger von dem Kind gepflegt wurde, welches sie sich als Pflegeperson wünschten. Wir verglichen dafür folgende Personengruppen: Witwen, deren Ehemann erst vor kurzem verstorben waren, geschiedene Mütter und Frauen, die bereits seit längerem verwitwet waren.

Rebecca L. Utz, Kristin L. Swenson, Michael Caserta, Dale Lund, Brian de Vries

Fragestellung: Auch wenn die soziale Unterstützung nach dem Verlust des Ehepartners zunimmt, gehört Einsamkeit zu den am häufigsten genannten Herausforderungen verwitweter Personen. Diese Untersuchung beleuchtet die Zusammenhänge zwischen sozialer Unterstützung und Einsamkeit bei älteren Personen in der ersten Zeit nach dem Tod des Ehepartners.

Judith A. Seltzer, Esther M. Friedman

Fragestellung: Die alternden, hilfsbedürftigen Eltern zu sich nach Hause zu holen und mit ihnen zusammen zu leben, ist eine Möglichkeit, wie Kinder im mittleren Erwachsenenalter ihre Eltern unterstützen können. Diese Studie stellt die Frage, welche persönlichen Eigenschaften bei den Kindern und den verwitweten Müttern die Entscheidung für ein Zusammenleben wahrscheinlicher machen. Wohnten Mütter schon mit einem ihrer Kinder zusammen, wurde untersucht, welche individuellen Merkmale des Kindes im Zusammenhang mit dem Zusammenleben der Mütter standen.

Allison R. Sullivan, Andrew Fenelon

Fragestellung: Partnerverlust ist bekanntlich ein Risikofaktor für eine erhöhte Sterblichkeit. Dieser Artikel stellt sich die Frage, wie stark der Zusammenhang zwischen Partnerverlust und Sterblichkeit ist, wie er erklärt werden kann und welche Einflussfaktoren es gibt. Frühere Arbeiten zur Sterblichkeit von Verwitweten haben gezeigt, dass der sozio-ökonomische Status kein protektiver Faktor ist, dass es jedoch einen Zusammenhang zwischen Geschlecht und Sterblichkeit gibt (nach Partnerverlust steigt die Sterblichkeit von Männern stärker an als die Sterblichkeit von Frauen).

Sheung-Tak Cheng, Trista Wai Sze Chan, Geoff H. K. Li, Edward M. F. Leung

Fragestellung: Diese Studie erforschte, ob und wie sich Kinderlosigkeit auf das psychische Wohlbefinden von Personen auswirkt, die ihren Partner verloren haben. Dabei fanden verschiedene Aspekte sozialer Anbindung Berücksichtigung (z.B. Zugang zu medizinischer Versorgung).

Jason M. Holland, Kara L. Thompson, Vincent Rozalski, Wendy G. Lichtenthal

Fragestellung: Wenn der Ehepartner stirbt, bereuen einige Hinterbliebene, dass sie etwas nicht gesagt oder einen Konflikt ungelöst stehen gelassen haben. Der Umgang mit dieser verlustspezifischen Reue wird häufig als zentraler Faktor für die Anpassung an einen Verlust diskutiert. Bislang wurde das Thema Reue jedoch kaum empirisch erforscht. Die vorliegende Studie untersuchte bei älteren Witwen und Witwern, wie sich solche reuevollen Gedanken sowie die damit zusammenhängenden Begleiterscheinungen langfristig entwickeln.

Lindsay M. Pitzer, C. S. Bergeman

Fragestellung: In dieser Studie wurde untersucht, inwieweit Witwen positive und negative Gefühle gleichzeitig erleben (synchron), oder ob sie zwischen positiven und negativen Gefühlen hin- und her schwanken (a-synchron) oder beide Gefühlszustände als Extreme erleben (de-synchron). Dabei wurde ebenfalls ermittelt, ob individuelle Stimmungsmuster eine langfristige Anpassung an den Verlust vorhersagen können.

Elizabeth A. Hahn, Kelly E. Cichy, Brent J. Small, David M. Almeida

Fragestellung: Der Tod des Partners kann beim Hinterbliebenen zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und zu möglicherweise belastenden Veränderungen im Alltag führen. Dennoch wurde bislang kaum erforscht, wie sich die alltäglichen Belastungen auf das körperliche und seelische Wohlbefinden Verwitweter auswirken. Die aktuelle Studie untersucht, welchen alltäglichen Belastungen verheiratete und verwitwete Menschen ausgesetzt sind und wie Verheiratete im Vergleich zu Verwitweten darauf reagieren.

Mary-Frances O’Connor, Brian J. Arizmendi

Fragestellung: Aus vielen Forschungsbereichen kommend verdichten sich die Belege dafür, dass Komplizierte Trauer (KT) ein eigenständiges Störungsbild ist. Bisherige Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Neuropsychologie zeigen, dass Personen, die an Komplizierter Trauer leiden, dazu tendieren, stark auf emotionale Reize zu reagieren. Diese Studie versucht das Verständnis von Komplizierter Trauer zu erweitern und betrachtet die spezifischen Merkmale von KT genauer.

Jason M. Holland, Vincent Rozalski, Kara L. Thompson, Roanne Joy Tiongson, Alan F. Schatzberg, Ruth O’Hara, Dolores Gallagher-Thompson

Fragestellung: Diese Studie baut auf vorangegangenen Arbeiten auf und untersucht, wie sich Trauerreaktionen und Symptome einer Komplizierten Trauer (KT) bei depressiven Personen auf den Kortisolspiegel im Tagesverlauf auswirken.

Gary R. Lee

Seit dem Jahr 2010 leben in den USA mehr als 14 Millionen verwitwete Personen – nicht ganz 3 Millionen Männer und etwas mehr als 11 Millionen Frauen (U.S. Bureau of the Census, 2012, Tabelle 57). Bei den über 65jährigen sind etwa 13% aller Männer und 40% aller Frauen verwitwet. Unter den über 75jährigen sind 57% der Frauen Witwen. Dies ist natürlich nur eine Momentaufnahme.

Angela Nickerson, Belinda J. Liddell, Fiona Maccallum, Zachary Steel, Derrick Silove, Richard A. Bryant

Fragestellung: Menschen aus Krisengebieten machen in hohem Maße traumatische Erfahrungen und erleiden viele Verluste. Dennoch gibt es viel zu wenig Studien darüber, welche unterschiedlichen Symptomprofile bezüglich Trauer und Trauma in dieser Personengruppe zu finden sind. Diese Studie hatte zwei Ziele. (1) Sie wollte feststellen, ob sich die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und die komplizierte Trauer (KT) bei diesen Überlebenden klar voneinander abgrenzen lassen. (2) Weiterhin hat die Studie untersucht, ob spezielle Arten von Erfahrungen und Belastungen bestimmte Symptomprofile hervorrufen.

Toni P. Miles, Joseph C. Allegra, Amara Ezeamama, Cherie Simpson, Kerstin Gerst-Emerson, Jennifer Elkins

In einer langlebigen Gesellschaft können Eltern und Kinder mehr als 50 Jahre gemeinsame Lebenszeit haben. Die meisten Kinder sind bereits Erwachsene, wenn sie den Tod ihrer Eltern erleben. Viele der jährlich 2.5 Millionen Toten in den USA haben Kinder. Der Tod eines Elternteils ist ein Risikofaktor für spätere Erkrankungen.

Genevieve Creighton, John L. Oliffe, Shauna Butterwick, Elizabeth Saewyc

Junge Männer haben häufig ein schwieriges Verhältnis zu Trauer. Gesellschaftlich geprägte Männlichkeitsideale fordern, dass Männer auf Verluste mit stoischer Gefasstheit reagieren und Traurigkeit oder Verzweiflung bestenfalls in Form von Ärger äußern.

Robyn McRitchie, Karen McKenzie, Ethel Quayle, Margaret Harlin, Katja Neumann

In dieser qualitativen Studie wurden 13 Erwachsene mit einer geistigen Behinderung befragt. Sie gaben Auskunft darüber, wie sie den Verlust einer wichtigen Bezugsperson erlebten und mit ihrer Trauer umgingen. Dabei zeigte sich, dass ihre Erfahrungen dem Konzept der sozial nicht anerkannten Trauer zugeordnet werden können.

Anne Corden, Michael Hirsta

Dieser Beitrag betrachtet das Wesen, die Rahmenbedingungen und Auswirkungen der wirtschaftlichen Belastungsfaktoren von Hinterbliebenen. In einer Studie wurden die Veränderungen der finanziellen und wirtschaftlichen Situation nach dem Tod des Lebenspartners untersucht. Die Studie verwendete hierzu sowohl einen quantitativen als auch qualitativen Forschungszugang. Die Ergebnisse zeigen, wie die wirtschaftlichen Veränderungen und die Anforderung, damit umgehen zu müssen, die individuellen Reaktionen auf den Verlust prägen.

Jie Li, Margaret Stroebe, Cecilia L. W. Chan, Amy Yin Man Chow

Wie äußert sich Schuld bei Hinterbliebenen und wie wirkt sich diese auf die Hinterbliebenen aus? Vierunddreißig quantitative und neun qualitative Studien wurden ausgewertet, um den aktuellen Wissensstand hinsichtlich dieser Fragen aufzuzeigen. Die Ergebnisse der betrachteten Studien weisen darauf hin, dass Schuld bei einigen Risikogruppen besonders häufig vorkommt und dass sie mit ungünstigen gesundheitlichen Folgen verbunden ist.

Patricia Robson, Dr. Tony Walter

Zwei Aspekte des Konzeptes „disenfranchised grief” (sozial nicht anerkannte Trauer) werden untersucht. Zum einen seine dualistische Annahme, dass Trauer nur entweder sozial anerkannt oder aber sozial nicht anerkannt wird. Zum anderen wird die Forderung des Konzeptes untersucht, Trauer solle nicht sozial reguliert werden. Im Hinblick auf die Art der Beziehung des Trauernden zum Verstorbenen argumentieren wir, dass die sozialen Normen hinsichtlich der Berechtigung trauern zu dürfen nicht binär (ja-nein) angelegt sind. Vielmehr lässt sich auf einer Skala oder in einer Hierarchie anordnen, wer mehr oder weniger trauern darf.

Yvette Perreault, Wayne Fitton, Margaret McGovern

AIDS, verursacht durch das HI-Virus, hat sich zu einer dauerhaften und komplexen medizinischen und gesellschaftlichen Realität entwickelt. Manche Gemeinden haben durch diesen Virus erschreckend viele Mitmenschen verloren.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Verlusterfahrungen von Bewohnern einer von AIDS besonders stark betroffenen Gemeinde in der kanadischen Provinz Ontario. Dabei sind die Befragten entweder selbst an AIDS erkrankt oder haben und/oder hatten erkrankte Angehörige. Diese Hinterbliebenen sind mit dem Stigma konfrontiert, welches der Krankheit anhaftet und sie leben mit der Ausgrenzung, welche typisch ist für Gemeinschaften, die besonders stark vom HI-Virus betroffen sind.

Dr. Junmei Miao Jonasson, Dr. Arna Hauksdottir, Szilard Nemes et al.

Ziel der Studie ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Kommunikation von Ehepaaren vor dem Krebstod der Ehefrau und den Schuldgefühlen und dem Bedauern der Witwer nach dem Tod der Ehefrauen. Hierfür wurden Daten einer Bevölkerungsstichprobe ausgewertet.

Dr. Margaret Stroebe, Dr. Henk Schut 

Es gibt gute Begründungen für die Behauptung, dass Trauer eine angeborene, natürliche und universelle Reaktion auf den Tod eines nahestehenden Menschen ist. Untersucht man indessen die Verhaltensmuster von Trauernden in verschiedenen Kulturen, dann zeigt sich, dass es sehr unterschiedliche Art und Weisen gibt, auf einen Verlust zu reagieren.

Nadine R. Nowatzki, M.A., Dr. Ruth Grant Kalischuk

Aus Erzählungen und der Forschung wissen wir, dass Hinterbliebene häufig davon berichten, den Verstorbenen gesehen, gehört oder seine Anwesenheit gespürt zu haben. Wir haben solche Erfahrungen vor dem Hintergrund von Trauer- und Heilungsprozessen untersucht.

Dr. Miri Nehari, Dorit Grebler, Dr. Amos Toren 

Wenn in einer Familie ein Kind stirbt, richtet sich die emotionale Unterstützung erfahrungsgemäß eher an die Eltern und Geschwister als an die Großeltern. Eine Durchsicht der bestehenden Literatur macht deutlich, dass die Trauer der Großeltern bislang kaum beschrieben wurde und es auch kaum Forschung dazu gibt.

David Charles-Edwards 

Die Art und Weise wie sich das berufliche Umfeld verhält, kann ausschlaggebend dafür sein, wie trauernde oder unheilbar kranke Kollegen ihren Verlust und ihr Leben bewältigen.

Dr. Kenneth J. Doka 

Ethische Entscheidungen am Lebensende beinhalten mehr als die Verlängerung oder Beendigung eines Lebens. Sie können Hinterbliebene noch lange nach dem Eintritt des Todes belasten. Sie können die Trauer erschweren, zu familiären Konflikten führen, soziale Unterstützung verhindern und zwiespältige Gefühle in Bezug auf die Art und die Umstände des Todes vergrößern.

Dr. Kenneth J. Doka 

Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag, den Kenneth Doka anlässlich der 9th International Conference on Grief and Bereavement in Contemporary Society in Miami, USA, gehalten hat. 

Dr. Heather L. Servaty-Seib, Sara J. Tedrick ParikhDr. Laura L. Mathews

Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag, den Heather Servaty-Seib, Sara Tedrick Parikh und Laura Mathews anlässlich der 9th International Conference on Grief and Bereavement in Contemporary Society in Miami, USA, gehalten haben. 

Dr. Deborah Carr, John Shep Jeffreys 

Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung des Kapitels "Spousal Bereavement in Later Life." aus dem Buch "Grief and Bereavement in Contemporary Society. Bridging Research and Practice".

Dr. John R. Jordan, Dr. John L. McIntosh 

Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung des Kapitels "Is Suicide Bereavement Different? Perspectives from Research and Practice." aus dem Buch "Grief and Bereavement in Contemporary Society. Bridging Research and Practice".

Dr. Kenneth J. Doka 

Alzheimer und andere dementielle Erkrankungen führen dazu, dass die Erkrankten selbst, aber auch ihre Ehepartner, Angehörigen und professionellen Bezugspersonen vielfache Verluste erleiden.

Dr. Agneta Grimby, Dr. Asa K Johansson

In einer Befragung wurde der Alkohol- und Medikamentenkonsum von schwedischen Witwen und dessen Verbindung zu verschiedenen Hintergrundvariablen untersucht.

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