Lucy Selman, Alex Burrell

Die Menschen, die während der aktuellen COVID-19-Pandemie einen Angehörigen verloren haben, sind bezüglich der Abschiedsfeier mit zahlreichen Einschränkungen konfrontiert.

Das betrifft die Anzahl der Hinterbliebenen, die an der Bestattung teilnehmen dürfen, aber auch die Möglichkeiten, wie das Leben des Verstorbenen gewürdigt und gefeiert werden kann. Derzeit ist nicht absehbar, welche Auswirkungen diese Einschränkungen auf die psychische Gesundheit und die Verlustverarbeitung haben werden. Es gibt keinen systematischen Review, der eindeutig zeigen kann, ob die Teilnahme an einer Bestattung Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Verlustverarbeitung der Angehörigen hat. Diesbezüglich konnten wir 11 Beobachtungsstudien identifizieren, die von geringer bis mäßiger Qualität waren. Sie zeigten widersprüchliche Ergebnisse (acht Studien wurden in den USA durchgeführt, zudem jeweils eine in den Niederlanden, Australien und Ruanda). Zukünftig sind weitere Studien nötig, um zu verstehen, welche Folgen die COVID-19-Pandemie auf die Verlustverarbeitung hat.

Selman, L.; Burrell, A. (2020): “The effect of funeral practices on bereaved friends and relati-ves’ mental health and bereavement: implications for COVID-19“.

Bei Interesse am gesamten Artikel wenden Sie sich bitte an h.willmann@trauerforschung.de oder laden Sie sich den Artikel herunter: https://arc-w.nihr.ac.uk/research-and-implementation/covid-19-response/reports/the-effect-of-funeral-practices-on-bereaved-friends-and-relatives-mental-health-and-bereavement-implications-for-covid-19/

Linktipp:
Trauer in Zeiten von COVID-19

www.gute-trauer.de

 



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