David Charles-Edwards 

Die Art und Weise wie sich das berufliche Umfeld verhält, kann ausschlaggebend dafür sein, wie trauernde oder unheilbar kranke Kollegen ihren Verlust und ihr Leben bewältigen.

Berater, Mitarbeiter von Personalabteilungen und Beauftragte des betrieblichen Gesundheitsschutzes können hier eine wichtige stützende Funktion einnehmen. Doch die wesentlichere Unterstützung muss von den direkten Vorgesetzten, Kollegen und falls vorhanden, den Gewerkschaftsvertretern oder Betriebsräten kommen. Denn wenn Trauer ausschließlich als ein Thema für Spezialisten angesehen wird, droht dies die direkten Vorgesetzten und anderen Kollegen abzuschrecken und kann ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht in der Lage sind, ihr Team verständnisvoll zu unterstützen. Oder es kann sie darin bestärken, das Thema einfach zu ignorieren. Wir brauchen jedoch eine Betriebskultur, die Menschen dazu anregt und befähigt, sich menschlich zu verhalten. Dies dient nicht nur der Motivation, sondern wirkt sich indirekt auch auf die Effizienz der Angestellten aus.

Charles-Edwards, David (2009): "Empowering people at work in the face of death and bereavement", in: Death Studies, Vol. 33, Nr. 5, S. 420-436.

Die komplette Arbeit ist zu finden:
Bei Interesse am gesamten englischsprachigen Artikel wenden Sie sich bitte an h.willmann@trauerforschung.de

 

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