Toni P. Miles, Joseph C. Allegra, Amara Ezeamama, Cherie Simpson, Kerstin Gerst-Emerson, Jennifer Elkins

In einer langlebigen Gesellschaft können Eltern und Kinder mehr als 50 Jahre gemeinsame Lebenszeit haben. Die meisten Kinder sind bereits Erwachsene, wenn sie den Tod ihrer Eltern erleben. Viele der jährlich 2.5 Millionen Toten in den USA haben Kinder. Der Tod eines Elternteils ist ein Risikofaktor für spätere Erkrankungen.

In der Health and Retirement Studie wurde 2010 eine repräsentative Gruppe 50 bis 70-Jähriger befragt. Wir verwendeten die Daten dieser Altersgruppe um zu untersuchen, inwieweit sich nach dem Tod eines Elternteils die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems erhöht hat. Verlust durch Tod ist in dieser Kohorte eine allgegenwärtige Erfahrung (87%). Unabhängig von der Art des Verlustes zeigte sich, dass ein Verlust die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens um 20% bis 30% erhöhte. Für eine langlebige Gesellschaft kann die Verhinderung von Klinikaufenthalten infolge eines Verlustes als Maß für die Wirksamkeit von Trauerberatung angesehen werden.

Miles, Toni P.; Allegra, Joseph C.; Ezeamama, Amara; Simpson, Cherie; Gerst-Emerson, Kerstin; Elkins, Jennifer (2014): “In a Longevity Society, Loss and Grief Are Emerging Risk Factors for Health Care Use: Findings From the Health and Retirement Survey Cohort Aged 50 to 70 Years”, in: American Journal of Hospice & Palliative Medicine, S. 1-6.

Bei Interesse am gesamten englischsprachigen Artikel wenden Sie sich bitte an:
h.willmann@trauerforschung.de

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