Birgit Wagner

Jährlich sterben ca. 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Viele der verstorbenen Kinder hinterlassen ein oder mehrere Geschwister, welche direkt von dem Verlust betroffen sind. Geschwister, die einen Bruder oder eine Schwester verloren haben, werden häufig als die „vergessenen Trauernden“ bezeichnet.

Der trauernde Geschwisterteil hat nicht nur eine der wichtigsten Bezugspersonen verloren, sondern muss sich als Folge des Verlustes an ein verändertes Familiensystem anpassen. Insbesondere die intensive Trauer der Eltern um den Verlust ihres Kindes beeinflusst und behindert unter Umständen die Trauerverarbeitung der hinterbliebenen Geschwister. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass der Tod eines Geschwisters langfristige psychische Beeinträchtigungen für die Betroffenen bedeuten kann, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung einer komplizierten Trauer, Depression oder Angststörung. Der Artikel soll einen Überblick geben über die psychischen Folgen des Verlustes eines Geschwisterkindes und die daraus entstehende Familiendynamik.

Wagner, Birgit (2015): „Trauernde Geschwister - die vergessenen Trauernden“, in: Psychotherapeuten Journal, Vol. 4, Nr. S. 352-358.

Bei Interesse finden Sie den gesamten Artikel als PDF-Download unter www.trauerforschung.de oder unter: https://www.psychotherapeutenjournal.de/ptk/web.nsf/gfx/B3CC19A6135A9353C1257F1F 0036DC98/$file/ptj_2015-4.pdf

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