Margaret Stroebe, Henk Schut

Das Duale Prozessmodell (DPM) dient als Rahmen, um die Reaktionen nach dem Tod eines geliebten Menschen besser verstehen zu können. Seit seiner Veröffentlichung wurden das Modell und seine Parameter immer weiterentwickelt und präzisiert.

Zudem haben zahlreiche Wissenschaftler den Beitrag des Modells bewertet und seine Parameter empirisch getestet. Auch im klinischen Kontext wurde und wird es eingesetzt. Trotz der grundsätzlich positiven Rückmeldungen sowohl aus dem wissenschaftlichen wie auch dem klinischen Bereich entdeckten wir einen wesentlichen Mangel. Die Idee der Überforderung fehlte. Die Integration dieses Gesichtspunktes ist wichtig, um die seelischen und körperlichen Gesundheitsprobleme erklären zu können, die das bisherige Modell in Bezug auf Komplizierte Trauer nicht ausreichend erfassen konnte. In diesem Beitrag integrieren wir das Phänomen der Überforderung in das ursprüngliche Konzept, erläutern seine Anwendung und diskutieren seine weiter reichende Bedeutung für die Bewältigung von Verlusten.

Stroebe, Margaret; Schut, Henk (2016): “Overload: A Missing Link in the Dual Process Model?”, in: Omega, Vol. 74, Nr. 1, S. 96-109.

Bei Interesse am gesamten Artikel wenden Sie sich bitte an h.willmann@trauerforschung.de

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