Ruth McManus, Tony Walter, Leon Claridge

Es gibt Katastrophen, die Menschenleben kosten, doch die materielle Infrastruktur weitgehend intakt lassen. Andere Katastrophen führen zu erheblichen materiellen Schäden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob im ersten Fall die Gemeinschaft das Geschehen verlustorientiert verarbeitet, während sie im zweiten Fall wiederherstellungsorientiert reagiert, d.h. den Wiederaufbau in den Mittelpunkt stellt.

Hierfür verglichen wir die Gedenkstätten des Erdbebens von Christchurch in Neuseeland mit jenen für das Pike River Bergwerksunglück. Wir skizzieren die Bedingungen, unter denen kollektive Anstrengungen zur Wiederherstellung aus der Bevölkerung entstehen oder von oben organisiert bzw. gesteuert werden und erörtern jeweils die Grenzen einer solchen Vorgehensweise. Abschließend lässt sich feststellen, dass die Trauerforschung die Wiederherstellungsorientierung ernster nehmen und die Katastrophenforschung der Verlustorientierung mehr Bedeutung beimessen sollte.

McManus, Ruth; Walter, Tony; Claridge, Leon (2017): “Restoration and loss after disaster: Applying the dual-process model of coping in bereavement”, in: Death Studies, Vol. 0, Iss. 0, S. 1-10.

Bei Interesse am gesamten Artikel wenden Sie sich bitte an h.willmann@trauerforschung.de.

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