Dr. George A. Bonanno

Es gibt viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben mit einem Verlust oder einem potentiell traumatischen Ereignis konfrontiert werden und dennoch weiterhin in der Lage sind, positive Gefühle zu erleben. Sie entwickeln nur geringfügige und vorübergehende Beeinträchtigungen ihrer allgemeinen Funktionsfähigkeit.

Ungünstigerweise stammt ein großer Teil des psychologischen Wissens darüber, wie Erwachsene einen Verlust oder ein Trauma bewältigen, von Menschen, die eine Therapie aufsuchten oder eine große psychische Belastung aufwiesen. Dadurch wurde die oben beschriebene Form von Resilienz von Trauer- und Traumaexperten entweder als sehr selten oder als pathologisch wahrgenommen.

Der Autor dieses Beitrags stellt diese Annahmen in Frage, indem er den Nachweis dafür erbringt,
• dass Resilienz ein eigenständiger Verlauf ist, welcher sich vom Prozess der erfolgreichen Verarbeitung unterscheidet,
• dass Resilienz nach einem Verlust oder einem potentiellen Trauma sehr viel häufiger vorkommt, als gemeinhin angenommen und
• dass Resilienz auf vielen und teilweise unerwarteten Wegen zustande kommt.

Bonanno, George A. (2004): „Loss, Trauma, and Human Resilience. Have We Underestimated the Human Capacity to Thrive After Extremely Aversive Events?”, in: American Psychologist, Vol. 59, Nr. 1, S. 20–28.

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