Dr. Paul Boelen 

Komplizierte Trauer ist ein leidvoller Zustand, der sich nach dem Tod eines geliebten Menschen entwickeln kann. In diesem Artikel wird aus der Sicht der kognitiven Verhaltenstheorie untersucht, warum manche Menschen komplizierte Trauer entwickeln, während andere den Verlust verhältnismäßig schnell überwinden können.

Drei Prozesse haben sich dabei als wesentlich für die Entstehung und Aufrechterhaltung von komplizierter Trauer herausgestellt: die Schwierigkeit, den Verlust in den eigenen autobiografischen Kontext zu integrieren, ungünstige Gedankenmuster und ängstliches und depressives Vermeidungsverhalten. Kognitive Verhaltenstherapie nutzt Behandlungsmethoden wie z.B. Exposition*, kognitives Umstrukturieren und Aktivierung von Verhalten, um diese Prozesse zu verändern und um den Menschen dabei zu helfen, besser mit dem Verlust leben zu können. 

*Bewusste und therapeutisch begleitete Konfrontation mit Angst oder Schmerz auslösenden Situationen oder Gedanken (Anm. der Übersetzerin).

Paul Boelen (2008): "Cognitive behaviour therapy for complicated grief", in: Bereavement Care, Vol. 27, Nr. 2, S. 27-30.

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Trauer in Zeiten von COVID-19

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