Dr. Joseph M. Currier, Dr. Jason M. Holland, Dr. Robert A. Neimeyer

Interventionsangebote für trauernde Kinder werden unter psychosozialen Fachkräften zunehmend populärer. Dennoch bleiben Fragen offen: Wie gut helfen diese Behandlungsangebote Kindern tatsächlich dabei, den Tod einer wichtigen Bezugsperson zu verarbeiten? Diese Studie wertet mithilfe metaanalytischer Verfahren die generelle Wirksamkeit von Trauerinterventionen bei Kindern aus. Die gründliche quantitative Zusammenfassung der vorhandenen kontrollierten Wirksamkeitsstudien (n = 13) führte zu einer Schlussfolgerung, welche mit früheren Überblicksarbeiten zur Trauertherapie bei Erwachsenen übereinstimmt.

Es scheint, dass Interventionen für trauernde Kinder nicht die positiven Ergebnisse erreichen, welche bei anderen professionellen psychotherapeutischen Interventionen zu finden sind. Es zeigte sich jedoch auch, dass die Studien, in denen die Interventionen zu einem bestimmten Zeitpunkt angeboten wurden, bessere Ergebnisse erzielten als die Studien, die diesen Faktor nicht berücksichtigten. Bessere Ergebnisse erzielten auch die Studien, in denen die Teilnehmer für die Studie und somit für die Intervention vorab sorgfältig nach bestimmten Kriterien ausgewählt wurden.

Currier, Joseph M.; Holland, Jason M.; Neimeyer, Robert A. (2007): „The Effectiveness of Bereavement Interventions With Children: A Meta-Analytic Review of Controlled Outcome Research”, in: Journal of Clinical Child and Adolescent Psychology, Vol. 36, Nr. 2, S. 253-259.

Die komplette Arbeit ist zu finden:
Bei Interesse am gesamten englischsprachigen Artikel wenden Sie sich bitte an h.willmann@trauerforschung.de



3 Anmerkung der Redaktion: Eine Metaanalyse ist ein statistisches Verfahren, welches die Daten verschiedener Untersuchungen zum gleichen wissenschaftlichen Forschungsgebiet quantitativ zusammenfasst. (siehe dazu: Werner D. Fröhlich (2008), Wörterbuch Psychologie, 26. Auflage, München)

4 Anmerkung der Redaktion: Eine Studie gilt dann als eine kontrollierte Studie, wenn nicht nur die Gruppe untersucht wird, die eine Beratung oder Therapie erhält, sondern mindestens noch eine zweite Gruppe (Kontrollgruppe) untersucht wird, die keine oder eine andere Intervention erhält,  und wenn die beiden Gruppen miteinander verglichen werden. (siehe dazu: Werner D. Fröhlich (2008), Wörterbuch Psychologie, 26. Auflage, München)

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