Dr. Henk Schut

Henk Schut antwortet auf Larson und Hoyt (siehe Bereavement Care, Vol. 28, Nr. 3, 2009), die den vorherrschenden Pessimismus bezüglich der Wirksamkeit von Trauerberatung in Frage stellen.

In der Tat zeigen Studien, dass formalisierte professionelle therapeutische Interventionen für Menschen mit komplizierten Trauerreaktionen durchaus wirksam sein können. Doch für Hinterbliebene im Allgemeinen weisen die wissenschaftlichen Ergebnisse darauf hin, dass Trauerberatung selten eine positive Wirkung hat, außer wenn der Betroffene selbst sich Hilfe wünscht und diese auch von sich aus aufsucht. Dieser Beitrag fasst den Erkenntnisstand zusammen und legt dar, dass wir mit einer langfristig dauerhaften Wirkung von Interventionen bei Hinterbliebenen, die ein Risiko für die Entwicklung von komplizierter Trauer haben, erst rechnen können, wenn wir in der Lage sind, die Risikofaktoren, die zu der Entwicklung von komplizierter Trauer führen, genau zu bestimmen und unsere Interventionen danach auszurichten.

Schut, Henk (2010): „Grief counselling efficacy - Have we learned enough?”, in: Bereavement Care, Vol. 29, Nr. 1, S. 8-9. (www.crusebereavementcare.org.uk/BCJournal.html)

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